UFO & Pump
Ort: Columbia-Club Berlin
Datum: 25. November 2009
Die Tage werden länger, die Festivals sind schon lange vorbei, aber zum Glück sind die Clubs wieder gebucht mit vielen guten Packages. Unser Partner Trinity Concerts bescherte uns ein solches Paket im Columbia-Club Berlin. Ein Hard-Rock-Abend der oldschooligen Art war zu erwarten mit den „Uralt-Rockern“ von UFO und dem deutschen Support Pump.
So war es auch nicht erstaunlich, dass das Durchschnittsalter der mehr als 200 Besucher gefühlt bei 40+ lag, was keinesfalls ein Kritikpunkt sein soll, eher im Gegenteil. Die Alten wissen halt noch wie gerockt wird.
Und so bestieg 10 Minuten zu früh der Support Pump die Bühne und legte gleich furios los.
Die Hardrocker machten sofort klar, dass sie keine Gefangenen machen werden. Pump haben bisher 3 Alben veröffentlicht, ihr letztes Werk erschien im September bei Sony Music. Der Stil von Pump ist schnell beschrieben: Hard-Rock der alten Schule. Und der wird verdammt Heavy dargeboten. Der Sound ist sehr gut, die Lautstärke gut eingestellt, auch nicht zu leise. Aber ehrlich gesagt bekommt man im Columbia-Club immer guten Sound geboten.
Der Frontmann Marcus Jürgens (den einige vielleicht noch von "Brainstorm" kennen) besitzt einfach ein Organ, das für diesen erdigen Rock bestimmt ist. Seine Versuche, das Publikum zu animieren werden nach zaghaften Reaktionen doch belohnt. Und so spielen sich Pump durch ihr 40-minütiges Set, das zu einem Großteil aus den Songs ihres neuen Album besteht, wie z. B. „Revolution on my mind“ oder „Alright Now“, aber auch aus Songs ihrer vorherigen Alben, z. B. das grandiose „Dangerous“. Sie werden verabschiedet mit sehr wohlwollendem Applaus. Die meisten Besucher werden Pump nicht gekannt haben, aber nach dem Auftritt werden die Schwaben wohl viele Fans gewonnen haben.
In der Pause gab es dann die ersten Diskussionen, ob die alten Herren von UFO wohl die Energie von Pump toppen könnten. Und so warteten die Besucher gespannt auf den Headliner des Abends.
UFO sind eine der ältesten aktiven Hard-Rock-Bands die es gibt. Im Jahre 1969 gegründet, haben sie seitdem unzählige Alben veröffentlicht und den Song „Doctor, Doctor“ findet man auf so ziemlich jeder Classic-Rock-Compilation. Im Frühjahr erschien ihr neues Album „Visitors“ und dementsprechend heisst auch die Tournee.
„Saving me“, der Opener ihres neuen Albums, war dann auch der Einstieg in das Set von UFO. Und die alten Herren können es noch. Zum Gitarristen Vinnie Moore braucht man ja nicht viel zu sagen, der mit einem Intro das Konzert beginnt.
Auch der Sänger Phil Mogg mit seiner abwechslungsreichen Stimme dürfte jedem Rock-Fan ein Begriff sein. So spielen sich die alten Herren durch ein 75-minütiges Set mit einer gelungenen Mischung aus alten Klassikern und Material ihres neuen Album "Visitors". Und das kommt in sattem Sound rüber, speziell das neue „Helldriver“ oder „Too Hot To Handle“. Das Publikum ist begeistert und die humorvollen Ansagen von Phil tun Ihr Übriges. So kann der Besucher eine spaßige Zeitreise durch die Geschichte des Hard Rock unternehmen. Natürlich werden UFO am Ende zu einer Zugabe auf die Bühne geholt und werden vor begeisteren Publikum gefeiert.
Fazit:
Super Location, gute Organisation, hervorragend aufgelegte Bands: Daumen hoch, immer wieder gerne! UFO könnt ihr noch die nächsten Tage in Deutschland auf Tour erleben (siehe Webseite).
1.Saving Me
2.When Daylight Goes To Town
3.Mother Mary
4.Let It Roll
5.Im A Loser
6.Hell Driver
7.Cherry
8.Only You Can Rock Me
9.Aint No Baby
10.Love To Love
11.Mystery Train
12.Too Hot To Handle
13.Lights Out
Wunsch&Gruß
Umfrage:
User-Box
Um alle Funktionen des Board zu nutzen log dich ein oder melde dich hier kostenlos im Forum an.