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Sonata Arctica - Successor - San Sebastian
Saidian Interview mit Manu PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Mike Grebe   


Mit ihrem Debut Album ...For Those Who Walk The Path Forlorn ernten Saidian von allen Seiten Beifall. Auch von uns was Grund genug ist uns mit Basser Manu ein wenig zu unterhalten. Obwohl das Interview zu recht später Stunde stattfand entstand ein sehr informatives Gespräch:

Pure-Metal
: Gestern fand ja eure Releaseparty statt. Wie ist die so gelaufen?

Manu: Die Party war ok, wir hatten den Laden ganz gut voll. Hat riesig Spass gemacht! Die Resonanz war absolut gut und wir haben auch gleich ordentlich Merchandising unters Volk gebracht... also ist wirklich alles super angenommen worden.

Pure-Metal: Bevor wir mit den ernsteren Fragen beginnen musst du mir unbedingt folgende Frage beantworten: Wer ist denn diese wunderschöne Frau auf eurem Cover?

Manu: (lacht) Das will immer jeder als erstes wissen, und ich kenne dieses Höllengerät nicht einmal persönlich! Ich weiss nur, dass sie Helen heisst und eine Freundin von unserer Grafikerin ist. Wir haben halt ein Model gesucht und da hat sie gemeint wir sollen das lassen weil sie da jemanden kennt und letztendlich ist es ja tierisch geil geworden.

Pure-Metal: Ein wahrer Blickfang... ihr solltet grosse Poster mit ihr drauf anbieten...

Manu: Ja die haben wir, wir müssen nur gucken ob wir das über unseren Online Shop machen oder halt über das Label.

Pure-Metal
: Ich bin sicher das können viele kaum erwarten... Ihr habt ja jetzt euer erstes Album veröffentlicht, deswegen werden euch wahrscheinlich noch nicht allzuviele kennen. Könntest du die Band eben kurz vorstellen?

Manu: Hm was gibt es da grossartig vorzustellen... Also die Band hiess früher mal Aria, das war ein Projekt von Markus Bohr unserem Keyboarder. Dann gab es halt x Besetzungswechsel, chronologisch krieg ich die jetzt gar nicht richtig zusammen... Jedenfalls haben wir einfach im Proberaum vor uns hingespielt bis wir eben irgendwann ein relativ stabiles Line Up gefunden haben. Dann ging es halt ans aufnehmen und dafür brauchten wir halt einen Namen weil Aria meinte ich schon irgendwo gelesen zu haben und persönlich fand ich den Namen auch nicht so toll. Wir haben jedenfalls nach einem Namen gesucht der sich ordentlich anhört aber keine wirkliche Bedeutung hat und mit dem man nicht sofort in eine Schublade gesteckt wird...

Pure-Metal: Also hat Saidian gar keine Bedeutung?

Manu: Wir kamen dann irgendwann auf Obsidian aber die gab es irgendwie auch schon. Dann haben wir halt ein bisschen rumgespielt, ein Buchstabe hier und da gewechselt oder rausgelassen und irgendwann kam dann eben Saidian raus.

Pure-Metal: Den Namen habt ihr also im Laufe des letzten Jahres entwicklet. Stammt das Material auf der Platte auch aus dieser Zeit oder...?

Manu: Ne also das Material gibt es eigentlich schon seit längerer Zeit und wurde eigentlich komplett von unserem Keyboarder Markus geschrieben. Aber in Zukunft werden wir schon mehr zusammen arbeiten, aber der Sound, den Saidian eigentlich ausmacht, ist auf Markus´ (Bohr - Keyboarder Anm. d. Red.) Mist gewachsen hehe.

Pure-Metal: Ihr seid ja eigentlich sehr schnell an ein Label gekommen. Wie kam es dazu?

Manu: Naja das ist eigentlich ganz witzig... also hier in der Rockfabrik Ludwigsburg kennt man ja schliesslich auch so seine Leute und einer der Mitarbeiter da macht so eine Art Promotionsache nebenher, HP Media Service ist das,  und über den ging das dann ziemlich schnell, der kannte jemanden von AOR, hat das zum ihm weitergeleitet und denen hats gefallen, das war´s. War halt ein richtiger Glücksgriff.

Pure-Metal: Das nennt man wohl Glück.

Manu: Absolut, definitv!

Pure-Metal: Wie war denn bisher das Feedback zu ... For Those Who Walk The Path Forlorn?

Manu: Im Grossen und Ganzen sehr positiv... ich meine es gibt immer Leute denen es nicht wirklich gefällt. Wär auch fürchterlich schlimm wenn alle denselben Geschmack hätten. Also das Album ist absolut gut angenommen worden. Wir haben auch bei der Releaseparty ungefähr 50 Stück von dem Album verkauft was hammermässig ist.

Pure-Metal: Ich habe auf anderen Seiten mal so geschaut was sie von eurem Album halten und auf einer Seite wurdet ihr als dreister Edguy Klon bezeichnet der versucht auf den Erfolgszug dieser Band aufzuspringen.

Manu: Ach naja gut, solche Stimmen gibt es eben. Natürlich ist es so, dass die musikalische Ecke sehr ähnlich ist, das ist ja klar. Ich sehe unsere Songs aber überhaupt nicht als Edguy Kopie an oder sowas. Es ist einfach natürlich... da macht man ja keinen grossen Hehl draus, dass so jeder seine Einflüsse hat, wo Edguy sicher dazugehört, gerade gesanglich. Aber auf irgendwas aufzuspringen ist vollkommener Blödsinn, das war nie so irgendwie geplant, ich meine, die Songs sind eben so entstanden. Markus (Engelfried  Sänger Anm. d. Red.) hat eben seine Gesangslinien gesucht aber es hat nie geheissen wir müssen uns jetzt wie Edguy anhören oder sowas.

Pure-Metal: Ihr habt in euren Songs wirklich coole Gitarren- und Keyboardsoliduelle eingebaut die einiges hermachen. Wer hatte die Idee dazu?

Manu: Wie gesagt die Grundidee dazu kommt vom Markus (Bohr Anm. d. Red.). Er schreibt halt ein ziemlich genaues Gerüst für die Songs und dann hat sich das so ergeben...

Pure-Metal: Die Solis beschränken sich ja nur auf Gitarre und Keyboard. Habt ihr vielleicht mal darüber nachgedacht das ganze auf Bass und Schlagzeug auszudehnen?

Manu: (überlegt) Wie soll ich da jetzt rangehen... Was mich als Bassisten angeht habe ich mit den Songs im Studio schon meine Arbeit gehabt, ist ja völlig logisch. Allgemein gesagt: ich sehe da persönlich immer eine ziemliche Gratwanderung, solche Egoparts da irgendwie draus zu machen, es ist schwierig. Man kann da wirklich sehr geile Sachen machen aber der Grat, dass es sich eben sehr krampfhaft anhört, ist relativ schmal. Was in der nächsten Produktion passiert steht völlig in den Sternen. Der Idee ist keiner von uns im Grunde abgeneigt aber es muss halt auch wirklich passen. Auf der jetzigen Scheibe fällt mir jetzt auch keine Stelle ein wo wir das hätten einbauen können.

Pure-Metal: Eure Songs enthalten auch durchaus progressive Elemente, vor allem in Sachen Taktwechsel. In zwei Songs fällt das ganz besonders auf (Cry In The Rain und Chains Of Time). Geht ihr da ganz bewusst in eine eher progressive Richtung oder...

Manu: Die sind eigentlich einfach nur aus dem Rumprobieren entstanden. Die Songs stehen einfach im Raum und man probiert halt rum ob sich da was tut. Aber wir zwingen uns da nicht einen auf ultraprogressiv zu machen. Das ist Detailarbeit die einfach beim Proben entsteht.

Pure-Metal: Hegt ihr mit Saidian spezifische Pläne für die Zukunft? Oder lasst ihr einfach alles auf euch zukommen?

Manu: Also Pläne in dem Sinne gibt es überhaupt nicht. Wir haben uns entschlossen diese Produktion zu machen und haben das riesengroße Glück gehabt das wir auch eine Vermarktung dafür gefunden haben. Es macht einen Riesenspaß und wie das ganze ausschaut scheint es wirklich Leute zu geben die es wirklich hören wollen, was will man mehr? Außerdem was willst du groß planen: ob es vom Publikum angenommen wird oder nicht, darauf hast du sowieso keinen Einfluss.

Pure-Metal: Wie sieht es denn mit Tourplänen oder Festivalauftritten aus?

Manu: Konkrete Pläne haben wir bis jetzt nicht aber wir halten natürlich Augen und Ohren in alle Richtungen offen. Vielleicht ein oder zwei kleinere Open Airs dieses Jahr. Die allgemeine Resonanz in der Presse ist ja super und vielleicht werden da ja irgendwelche Veranstalter auf uns aufmerksam.

Pure-Metal: Seid ihr alle hauptsächlich mit Musik beschäftigt oder habt ihr nebenbei noch andere Tätigkeiten?

Manu: Unser Sänger Engel studiert, Markus (Bohr  Keyboarder Anm. d. Red.) lebt von der Musik, der Rod (Gitarrist Anm. d. Red.) schafft im Klampenladen und der Stefan (Schlagzeuger Anm. d. Red.) und ich haben ganz normale Jobs.

Pure-Metal: Hörst du privat eigentlich genau dieselbe Musik wie du sie in der Band spielst oder gibt es da noch andere Genres die dir gefallen?

Manu: Hehe meine Standardformulierung wäre jetzt eigentlich so gut wie alles aber nicht von allem alles. Also hier zuhause habe ich zum Beispiel verschiedene CDs von verschiedenen Orchester, das ist sehr geil. Aber ich zieh mir auch immer wieder gerne die alten Therion rein.

Pure-Metal: Nun gut, wir sind am Ende des Interviews angelangt, das letzte Wort hast du. Also alles was du noch loswerden willst...

Manu: (lacht) Ohje, was will ich denn unbedingt loswerden... da fällt mir immer soviel ein. Mach mal ein Vorschlag.

Pure-Metal: Haha, öhm... keine Ahnung, vielleicht Zieht euch mal das Album rein, ich hoffe es gefällt euch?

Manu: Ja sowas in der Art... Wir freuen uns wenns euch gefällt und so weiter...

Pure-Metal: Haha, alles klar, ich bedanke mich für das Interview und wünsche viel Glück mit Saidian.

Manu: Alles klar, ich wünsch dir was.

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